Hubertus Ahlbrecht vom Nabu bedacht

Ein Bericht von der Jahreshauptversammlung 2015


Der Nabu Krofdorf-Gleiberg und dessen Verein zur Förderung des Natur- und Vogelschutzes bilanzierten am Sonntag, dem 11. Januar 2015 das vergangene Jahr. Der wieder umfangreiche Einsatz für die Natur wurde überschattet vom Tod des Vorstandsmitglieds Hubertus Ahlbrecht, der sich bis zuletzt unter anderem sehr für das Naturschutzgebiet Holzwäldchen einsetzte. Nicht nur dem Vorsitzenden Hans-Richard Wegener war es daher ein besonderes Anliegen, dem verstorbenen Fachmann posthum die silberne Ehrennadel des Nabu Hessen zu verleihen. Sie wurde von seinem Sohn Jens Ahlbrecht entgegengenommen. Ebenso erhielten Reinhold Stork und Hans-Joachim Leicht diese hohe Auszeichnung. Stork ist als „Schwalbenvater“ weit bekannt. Leicht war lange „Vize“-Chef, bearbeitet unter anderem die Stellungnahmen zu Bauleitplanungen und verfasste mit Ahlbrecht das Buch „Schützenswerte Lebensräume in Wettenberg“, das 1989 herausgegeben wurde. Geehrt wurde außerdem Günter Feußner für 40-jährige Mitgliedschaft.

Im Förderverein standen turnusgemäß Vorstandswahlen an. Als Wahlleiter fungierte Bürgermeister Thomas Brunner. Der gesamte Vorstand bestehend aus Hans-Richard Wegener (Vorsitz), Hans-Joachim Leicht (2. Vorsitzender), Tim Mattern (Schriftführer), Ralf Bremer (Kassierer) und Oliver Wegener (Beisitzer) wurde im Amt bestätigt. Im Nabu und im Förderverein bescheinigten Egon Pfeiffer und Hans Fink als Kassenprüfer eine saubere Kassenführung. Die Mitgliederversammlung votierte außerdem einstimmig dafür, die Gespräche zu einem Zusammenschluss mit dem Bund für Vogelschutz Launsbach weiter zu führen.

Tim Mattern gab im Geschäftsbericht einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und berichtete über Nistkastenkontrolle und Vogelbeobachtungen. Der Besatz sei witterungsbedingt insgesamt eher schlecht gewesen. Oliver Wegener und Reinhold Stork betonte, dass mit 314 Brutpaaren der Bestand an Mehlschwalben immer noch außerordentlich hoch sei. Udo Steiger und Anne Kirch berichteten aus dem Projekt „Wildkatzensprung“, das im Krofdorfer Forst nun in eine dritte Untersuchungsperiode geht. In den vergangenen Wintern wurden Haarproben von Wildkatzen gesammelt und genetisch analysiert. Überraschend war für alle beteiligten, wie viele Haarproben die Untersuchung mittels „Lockstöcken“ lieferte. Dies sei in Hessen einmalig. Hans-Joachim Leicht stelle anschließend noch die Entwicklung der Waldameisen-Kolonie am Fellingshäuser Kopf vor, wo zuletzt 80 Nester auf rund zehn Hektar Fläche nachgewiesen wurden. Oliver Wegener zeichnete wieder für die neueste Ausgabe der Broschüre „Zilpzalp“ verantwortlich.

Für das neue Jahr wurde der Veranstaltungskalender vorgelegt. Unter anderem mit der vogelkundlichen Wanderung am 26. April, der Familienwanderung am 10. Mai und der Fledermausnacht am 28. August. Die Mehrtagesfahrt soll im September nach Madeira führen.

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